Lolek und Bolek: Zwei Brüder auf Weltreise

Im Jahr 1963, also vor ziemlich genau fünfzig Jahren, erblickten die polnischen Zeichentrickfiguren „Lolek und Bolek“ (Original: Bolek i Lolek) in den Trickfilmstudios von Bielsko Biala das Licht der Welt. Was in der Ostblock-Realität kaum möglich war, konnten die beiden Lausbuben mühelos erleben: Reisen ins Ausland, das Kennenlernen fremder Kulturen und Sprachen. Unser Lolek und Bolek Kühlschrankmagnet erinnert an die kleinen Weltenbummler.

Reisen in die Vergangenheit

Hauptfiguren der Serie sind die beiden Brüder Lolek (der kleinere) und Bolek (der größere). In über 150 Kurz- und drei Langfilmen bereisten sie zwischen 1963 und 1986 die Welt, spielten Cowboy und Indianer und besuchten einsame Inseln. Oft fantasierten sie sich in ungewöhnliche Situationen hinein, auch in die Vergangenheit, und lernten dabei Wissenswertes über Persönlichkeiten und Geschichte. So diente die Serie neben der Unterhaltung auch der Erziehung. Auf Wunsch der Zuschauer gesellte sich 1973 mit Tola eine weibliche Figur dazu.

Der Erfolg der von Alfred Ledwig und Władyslaw Nehrebecki erfundenen Figuren beschränkte sich dabei keineswegs auf Polen und die sozialistischen Bruderstaaten. Bald meldeten auch westliche Fernsehstationen Interesse an der Serie an. Was den Export erleichterte: Lolek und Bolek kamen ohne Dialoge aus. Das machte eine Übersetzung und Neusynchronisation überflüssig. Folgerichtig liefen Lolek und Bolek auch in über 80 Staaten der Welt.

Auch heute noch allgegenwärtig

Seit 1986 werden keine Folgen von Lolek und Bolek mehr produziert. Hintergrund war vor allem ein Rechtsstreit zwischen den Schöpfern, den Trickfilmstudios sowie der Republik Polen, die das Duo als nationales Kulturgut betrachtete. Der Disput um die Lizenzen dauerte über 30 Jahre, bis ihn das Oberste Gericht Polens im Jahre 2004 beendete.

Wie allgegenwärtig die Trick-Lausbuben auch heute noch sind, zeigt auch die Tatsache, dass Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp seine beiden polnischen Spieler Lukasz Piszczek und Jakub Blaszczykowski liebevoll „Lolek und Bolek“ nennt.

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